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Doppelbehandlung bei Verordnung von zahnärztlichen Heilmitteln

GKV-Spitzenverband und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben sich auf eine gemeinsame Sprachregelung zur Doppelverordnung bei der Verordnung von zahnärztlichen Heilmitteln verständigt.

„Grundsätzlich sollen Heilmittel je Behandlungstag maximal nur einmal verordnet bzw. abgegeben werden. Unter Doppelbehandlung ist die Durchführung der Behandlung mit einer doppelten Therapiezeit zu verstehen, d. h. es
werden zwei Sitzungen in einem Termin durchgeführt. Der Zahnarzt kann eine Doppelbehandlung nur in seltenen zahnmedizinisch begründeten Ausnahmefällen verordnen. Aus Sicht von KZBV und GKV-Spitzenverband können sich derartige Fallgestaltungen im zahnärztlichen Bereich hauptsächlich bei Vorliegen der Diagnosegruppen CD2, ZNSZ und SCZ ergeben. Die vom Zahnarzt im Feld „Verordnungsmenge“ angegebene Anzahl gilt als Höchstmenge. Soweit der Zahnarzt die Abgabe in Form einer Doppel-behandlung wünscht, kann er dies im Feld „Diagnose mit Leitsymptomatik, ggf. wesentliche Befunde, ggf. Spezifizierung der Therapieziele“ mittels Frei-textangabe deutlich machen (z. B. KG als Doppelbehandlung). Sind im Feld „Verordnungsmenge“ zehn Einheiten angegeben, können fünf Doppelbehandlungen durchgeführt werden. Durch die Verordnung von Doppelbehandlungen erhöht sich die im Katalog genannte diagnosebezogene „Verordnungsmenge im Regelfall“ nicht.

Derartige Ausnahmefälle werden vornehmlich bezogen auf die Diagnosegruppen CD2, ZNSZ und SCZ in Betracht kommen, sind aber auch in anderen Fällen nicht ausgeschlossen, wenn eine entsprechende zahnmedizinische Indikation gegben ist. Vor diesem Hintergrund haben sich Kassenzahnärztliche Bundsvereinigung und GKV-Spitzenverband geeinigt.“

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